
HARMONIELEHRE
ROCK & HEAVY METAL
Da diese Harmonielehre als Buch erscheinen soll, fehlen hier viele Seiten - sorry:
Kapitel 7) Besondere Akkorde
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126 Zwischendominanten
134 Sekundärdominanten
138 Tritonussubstitution
139 Sekundärdominantskalen
140 Ziele von Dominanten
146 Neue Akkorde und Modi in Moll
161 Der Übermäßige Akkord
168 Der Quartakkord
174 Mediantik
176 Variantklänge
178 Unterschied zwischen Klassik und Rock-Pop-Musik

Als Zwischen- oder Sekundärdominanten werden alle Dominantakkorde benannt, die nicht Primärdominante,
also V. Stufeakkord einer Tonart sind.
Zwischendominanten und Sekundärdominanten sind Durakkorde mit kleiner Septime, also Dominanten, die
sich nicht auf die Tonika beziehen, sondern sich auf andere Akkorde auflösen. Sie sind damit Akkorde, die
tonartfremde Töne beinhalten.
Diese Dominanten erweitern die Tonart um neue Klänge, führen aber nicht aus der Tonart heraus!
Da es zwei schöne Begriffe mit gleicher Bedeutung gibt (Zwischendominante = Sekundärdominante), werde
ich beide Begriffe in diesem Buch unterschiedlich definieren:
Das Verändern von einem Mollakkord in einen Durakkord (oder umgekehrt) wird „Variante“ genannt.
Also alle Zwischendominanten sind Variantakkorde.
Siehe Seite 176 „Variantklänge“.
ZWISCHENDOMINANTEN - SEKUNDÄRDOMINANTEN
Zwischendominanten sind leitereigene Akkorde, die als Spannungssteigerung eine Durterz oder eine
kleine Septime bekommen.
Bei Mollakkorden ist die Durterz ein neuer Ton, bei Durakkorden ist die kleine Septime, ein leiterfremder
Ton und erweitert dadurch die Tonart, um einen neuen Ton und neue Klänge.
Sekundärdominanten sind Dominanten, die sich nicht auf leitereigenen Tönen bilden und dadurch
noch weiter von der Ausgangstonart entfernt sind.
Sie haben manchmal einen verwandtschaftlichen Bezug zu Stufenakkorden = Terzverwandtschaft.
134 Sekundärdominanten
138 Tritonussubstitution
139 Sekundärdominantskalen
140 Ziele von Dominanten
146 Neue Akkorde & Modi in Moll
151 Der Verminderte Akkord

NEUE AKKORDE & MODI IN MOLL
Harmonisch Moll:
Woher kommen solche besonderen Akkorde oder „Spezialtonleitern“ für Zwischendominanten?
Sie entstehen in Harmonisch Moll und Melodisch Moll und ergeben neue Intervallschichtungen.
Daraus entstehen neue Tonleitern und neue Stufenakkorde:

Melodisch Moll:

Wie erkenne ich die “richtigen” Bezeichnungen einer Skala?
Die Töne jeder Tonleiter sind durchnummeriert:
Erster Ton ist die Prim (1), zweiter Ton: Sekunde (2 od. 9), usw ...
Wenn jetzt die verminderte Quinte an der vierten Stelle auftaucht, handelt es sich um die
übermäßige Quarte (#11) und nicht um die verminderte Quinte. Um den vierten Ton der Tonleiter eben!
LÖSUNG


DER VERMINDERTE AKKORD / DIMINISHED
Die Umkehrung dieses Vierklangs ergibt immer den gleichen Akkord! Das heißt:
Jeder Ton des Akkords kann ein weiterer Grundton sein. Daher ist der Akkordname austauschbar.
Der "Verminderte Akkord" als Durchgangsakkord:
Der verminderte Dreiklang (z.B. Bm-5) steht auf der VII. Stufe in Dur (lokrisch). Als Vierklang ist er allerdings
ein „Halbverminderter“ (kleine 7 statt einer verminderten 7) und gehört demnach nicht hierher.
Der „Vollverminderte", der verminderte Vierklang, steht auf der VII. Stufe in Harmonisch Moll und besteht
nur aus kleinen Terzen:
Durch die gleichbleibende Struktur der kleinen Terzen wird dieser Akkord auch „symetrischer“, „zyklischer“
Akkord oder auch „äquidistanter Akkord“ genannt.
Äquidistant = gleich weit voneinander entfernt.
Der Verminderte Akkord kommt vorwiegend als Durchgangsakkord vor, der als Bindeglied zwischen zwei
Akkorden fungiert.
Er leitet Halbton- und Ganztonweise von einem Akkord zu einem nächsten. Abgeleitet ist der Verminderte
oft Substitut / Vertreter einer Zwischendominante mit dem Ziel: nächster Akkord.


Der "Verminderte Akkord" als Substitut:
Ein verminderter Vierklang besteht aus zwei Tritoni (Mehrzahl von Tritonus).
Der Tritonus ist verantwortlich für die Leittonlinie (Seite 51) und dafür, dass eine Dominante spannungsgeladen ist.
Der Tritonus in einer Dominante entsteht zwischen Durterz und kleinen Septime.
Da der verminderte Vierklang aus zwei Tritoni besteht, und da die Umkehrung eines Tritonus wieder ein
Tritonus ist (Tritonus = exakte Halbierung der Oktave), kann ein Verminderter vier Zwischendominanten
(Substitut-Dominanten) repräsentieren!
Da es nur drei Verminderte gibt (siehe Vorderseite), sind hier alle 12 möglichen Sekundärdominanten
abzuleiten:
Ein Verminderter kann dadurch in viele Richtungen leiten.
Wichtig dabei ist der Zielakkord, weniger der Ausgangsakkord!
Da es nur drei verschiedene Verminderte gibt, kann jeder der drei Verminderten zu einem Zielakkord führen.

Der „Verminderte“ kann auch ohne Ableitung existieren!
Durch seine vierfache Umdeutbarkeit, kann der Verminderte aber auch viele andere Ziele ansteuern, als die
diatonischen Akkorde. Viele weitere Möglichkeiten!
Manchmal läßt sich für einen verminderten Durchgangsakkord keine sinnvolle Zwischendominante ableiten.
Er ist dann einfach Durchgangsakkord und leitet von einem Akkord zu einem nächsten Klang.
Legitimiert durch Leittöne (Halb- und Ganztöne), die zwingend zum nächsten Akkord leiten. Das wird in der
Klassik „chromatischer Vorhaltakkord“ (auxiliary diminished chord), oder noch allgemeiner „vagierende
Akkorde“ genannt. Siehe Seite 376 „Durchgangsakkorde“.

Tonleiter für den verminderten Akkord:
Der verminderte Akkord und die passende Tonleiter dazu entsteht
auf der VII. Stufe in Harmonisch Moll (HM7).
Eine schöne alternative Tonleiter für einen verminderten Akkord ist die Ganzton-Halbton Skala (GT-HT).
Ganzton - Halbton Skala:
Sie ist eine “konstruierte" Tonleiter, eine “Symmetrische Tonleiter”. Sie hat gleichbleibende Intervallstruktur:
Ganzton-Halbton GT-HT. = Halbtöne: 2-1, 2-1, 2-1, 2-1.
Sie wird auch Alternierende Achtstufigkeit genannt: Es ist eine Tonleiter mit 8 verschiedenen Tönen! -
nicht 7, wie im diatonischen System.
Alternieren = das Abwechseln von “gleichen” Intervallen: z.B. GT-HT, GT-HT, ...
Halbton-Ganzton Skala:
Sie ist die "Schwester Skala" mit umgekehrter Intervallstruktur:
Halbton - Ganzton HT-GT = Halbtöne: 1-2, 1-2, 1-2, 1-2.
Sie paßt allerdings nicht für einen Verminderten Akkord, sondern mit einer "Durterz” und “kleiner Septime"
ausgestattet, ist sie eine Dominanttonleiter und eine schöne Alternative zur "Alterierten Skala":

LÖSUNG


Da diese Harmonielehre als Buch erscheinen soll, fehlen hier viele Seiten - sorry:
7) Kapitel - Besondere Akkorde
170 Mediantik
172 Variantklänge
174 Unterschied zwischen Klassik und Rock-Pop-Musik
